Stefan Hund

*1964

Ev. Pfarrer i.R. – Fachkraft für Arbeitssicherheit – Podcaster – System. Schweigebegleiter – Sterbebegleiter – Mediator…

Wie viele Stundenull mich zum Phönix gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Einige möchte ich aber hier nennen:

  1. Nach dem 1. Theologischen Examen eine (abgeschlossene) kaufmännische Ausbildung bei Merck KGaA
  2. Die erste Stelle war geteilt, 50% Pfarrer (Kirchenbeamter auf Lebenszeit, aber nur für 50% des Gehaltes und Arbeitszeit) – 50% spendenfinanziert auf 3 Jahre – mein individuelles Projekt “Kommunikation Kirche-Wirtschaft” 
  3. Eine verlorene Wette brachte mich erstmals 4 Tage ins Schweige-Kloster. Was in den ersten Stunden heftig war … wollte ich am Ende gerne verlängern. – Seit dem lasse ich mich regelmäßig bei Auszeiten in der Stille professionell begleiten. Es ist immer ein Gewinn … – einmal fiel mein Coach kurzfristig krankheitsbedingt aus. Da alles vorbereitet war, fuhr ich trotzdem … aber es war nicht annähernd so produktiv für mich wie die Begleiteten. Denn ich kann mich selbst nur bedingt konfrontieren, spiegeln oder trösten. Der nächste Punkt war das Ergebnis des ersten Schweigeseminars. 
  4. Vier Jahre kirchliche Outplacement-Beratung für nicht eingestellte ev. Vikarinnen und Vikare (erwuchs hauptsächlich aus dem Vorprojekt) nach eigenem Konzept. Weil der Beratungsbedarf damals sehr hoch war, habe ich nicht nur eine zweijährige systematische Beratungsausbildung in Wiesloch gemacht, sondern auch mit einem Kollegen mein erstes Buch geschrieben.”Berufsperspektiven von Theologinnen und Theologen außerhalb der Kirche”. (2000). Es schlossen sich Referententätigkeiten sowohl für den damaligen Stellvertreter des Kirchenpräsidenten als auch für die Leiterin der Kirchenverwaltung an. 
  5. Um meine Employability nicht auf die Kirchenverwaltung zu beschränken, wechselte ich wieder in ein Gemeindepfarramt – mit zwei selbständigen Gemeinden und einem Kindergarten.
  6. Direkt zu meinem Wechsel, hatte mein jüngerer Bruder eine Magen-Operation. Er sagte mir bereits am Tag danach, dass er die Klinik nicht mehr lebend verlassen werde. Ich habe ihn einen Monat intensivst auf der Intensivstation der Klinik begleitet. Danach konnte ich “Sterbebegleitung” und kann seit dem Sterbende und Angehörige durch alle Phasen intensivster und hoffnungsvoll begleiten. Kurz darauf kamen dann auch die ersten Anfragen, ob ich ein Schweigeseminar, wie ich es mir selbst immer gönnte, auch für meine Gemeindeglieder anbieten könnte. Das erste Schweigeseminar startete 2004.
  7. Zehn Jahre später stellte mich das Leben vor die Entscheidung, in der damaligen Gemeinde zu bleiben oder zu meiner heutigen Frau zu ziehen. Ich wurde Krankenhauspfarrer an einem Haus der Maximalversorgung – und entdeckte dort für mich das Medium “Podcast”, um Patienten auch über meine Präsenz hinaus einen Mehrwert zu bieten. Auch unterstützte ich meine Frau, die seit 25 Jahren ein Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit betreibt in Sachen Gefährdungsbeurteilung Psyche. 
  8. Weitere Jahre später setzte mein Körper dem hauptberuflichen Pfarrerdasein ein Ende und die Kirche mich in den Ruhestand. Als sich diese Einschränkungen immer mehr andeuteten, habe ich in einem anerkannten Fernstudium in Berlin die “Fachkraft für Arbeitssicherheit” und bei der BGW die Anerkennung erlangt, so dass ich heute meine Frau stundenweise in ihrem Ingenieurbüro unterstützen kann. – Daneben leite ich Schweigeseminare – auch auf Anfrage für Unternehmen als Geschlossene Veranstaltung- unter dem Stichwort “Akku-Aufladen” und dieser Podcast.